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 Das "Abenteuer" BIBEL
nora Offline




Beiträge: 571

16.11.2006 09:54
6. Etappe: Auf eigenen Füßen antworten

Wenn du die praktischen Aufgaben der bisherigen Etappen durchgearbeitet hast (besonders die der letzten Etappe), dann hast du dir bereits selbst ein Grundgerüst erarbeitet, um die Bibel besser lesen und verstehen zu können.

Wir haben gesehen, dass die Bibel eine einzigartige Sicht auf unsere Welt und ihren Schöpfer vermittelt, die wir nicht durch eigenes Nachdenken gewinnen könnten. Du bist dem Anspruch der biblischen Bücher begegnet, dass sich hier Gott selbst seinen Geschöpfen mitteilt – im Zusammenwirken mit den sehr menschlichen Instrumenten der Aufzeichnung und Überlieferung. Wir haben herausgefunden, dass sich ein menschliches Grundproblem von Genesis bis Offenbarung durch die Bibel zieht: Die Auflehnung gegen den eigenen Schöpfer, deren Auswirkungen wir alle im eigenen Leben jeden Tag erfahren. Und dass Gott durch seinen Sohn Jesus Christus zu einem großen Befreiungsschlag ausgeholt hat, um die geistliche Geschichte der Menschheit für immer zu verhindern.

Wer sich persönlich auf diesen Gott einlässt, der liest in der Bibel nicht nur „religiöse Aufzeichnungen über eine Gottheit“, sondern er begegnet seinem Schöpfer in der Bibel. Für den wird die Bibel tatsächlich der Kommunikationskanal für eine neue Weltsicht, ein neues Leben. Und je mehr wir entdecken, wie die Bibel auf die großen Fragen unseres Lebens eingeht, desto bekannter kommen uns viele Antworten vor: Sie passen einfach. Sie sind in sich stimmig, und etwas in uns bestätigt uns: „Genauso ist es“.

Es gäbe noch Unmengen an Wissen weiterzugeben über Prophetie und literarische Gattungen und Zeittafeln und die Besonderheiten von hebräischer und griechischer Sprache, und vieles mehr. Aber eigentlich hast du die wichtigsten Grundllinien bereits kennengelernt und (hoffentlich) selbst durchgearbeitet. Jetzt stehst du auf eigenen Füßen und kannst dir die Bibel Stück für Stück selbst erobern. Es gibt unglaublich viel zu entdecken und im eigenen Leben umzusetzen!

Aber du musst es auch tun. Das fällt nicht immer leicht. Vielleicht hast du einen übervollen Terminkalender. Vielleicht bist du abends schnell müde und willst nur noch „die Beine hochlegen“. Eine Expidition kann man aber nicht unternehmen, wenn man sich eigentlich nur berieseln lassen will. Das Lesen der Bibel bringt keine schnellen Ergebnisse. Wer die Bibel wie eine Art „geistliches Fast Food“ behandelt, braucht sich nicht zu wundern, wenn sie ihm nichts zu sagen hat. Finde deshalb heraus, an welchem Wochentag oder zu welcher Uhrzeit du wach genug bist und Zeit genug hast, um dich mit der Bibel auseinanderzusetzen. Nimm dir regelmässig Zeit dafür, dann erzielst du den größten „Trainingseffekt“ und die Bibel wird ein ständiger Begleiter für deinen Alltag.

Wenn dir das schwer fällt, dann suche dir Unterstützung. Es gibt viele sogenannte Bibellesehilfen, die jeden Tag einen kurzen Abschnitt eines biblischen Buches behandeln. Meistens gibt es auch Erklärungen dazu oder Fragen zur Anwendung des Gelesenen im Alltag. Vielleicht motiviert es dich mehr, dich mit anderen zusammen zu tun und gemeinsam in der Bibel zu lesen und darüber zu sprechen. Dann los – was hindert dich, eine solche Verabredung zu treffen?

Die wichtigsten Hilfsmittel hast du in den vorangegangenen Etappen bereits kennengelernt: Benutze verschiedene Übersetzungen und eine Wortkonkordanz. Auch ein Bibellexikon und einen Bibelatlas kannst du dir irgendwann einmal zulegen. Im Internet gibt es jede Menge Unterstützung, z.B. http://www.nikodemus.net für schwierige Fragen, oder http://www.bibleserver.com zum Vergleich verschiedener Übersetzungen. Sei vorsichtig im Gebrauch von Kommentaren, in denen erfahrene Theologen den Bibeltext erklären. Sie können oft helfen, schwierige Bibelstellen aufzuklären – aber sie erheben keinen Anspruch auf göttliche Inspiration wie der Bibeltext selber. Sie liefern oft schnelle Lösungen und ersparen dem Leser einiges an Denkarbeit – aber genau das ist ihr Nachteil, denn gerade durch diese Denkarbeit lernt man die Bibel besser kennen. Außerdem sind Kommentare nicht frei von Fehlern und theologischen Färbungen.

Einige wichtigen Punkte möchte ich dir noch mit auf die zukünftigen Etappen Deines persönlichen „Abenteuer Bibel“ geben, die du jetzt auf eigenen Füßen meistern kannst:


* Die Bibel ist vor allem ein Liebesbrief des Schöpfers an seine Geschöpfe, der die zerstörte Beziehung wiederherstellen will. Ich glaube, dass die Bibel fehlerfrei und historisch korrekt ist – aber es gibt problematische Abschnitte, und die werden dich beim Lesen vor eine Entscheidung stellen: Hat Gott Recht bis das Gegenteil erwiesen ist, oder hat Gott Unrecht bis meine letzten Bedenken ausgeräumt sind? Lies die Bibel wie einen Liebesbrief, nicht wie einen Mietvertrag.

* Dieses Buch erhebt den Anspruch, dass Gott selbst zu dir als seinem Geschöpf reden will. Rechne damit! Bitte Gott vor dem Lesen, dass du beim Lesen wirklich mitbekommst, was er durch den Textabschnitt sagen möchte.

* Mache beim Bibellesen nicht den zweiten Schritt vor dem ersten. Wie du es bereits bei den praktischen Aufgaben geübt hast, gibt es eine beste Reihenfolge: Beobachten – Auslegen – Anwenden

* Stelle beim Beobachten soviele Fragen an den Bibeltext wie möglich: Wer sind die handelnden Personen? Was lesen wir über ihre Motive? Welches sind Schlüsselbegriffe oder wichtige Themen? Was offenbart hier Gott über sich selbst? Was lernen wir über uns Menschen? Was ist die Kernaussage des Abschnitts?

* Erst nach dem Beobachten kommt die Auslegung: Was hat der Autor gemeint? Was hat der Text für seine Leser bedeutet? Beachte die literarische Gattung des Textes, das kulturelle Umfeld (hier hilft ein Bibelhandbuch o.ä. enorm weiter) und folge den Querverweisen. Der Bibeltext hat an sich bereits eine objektive Bedeutung; er bekommt sie nicht erst subjektiv in deinem Inneren!

* Erst nach der Auslegung kommt die Anwendung: Was bedeutet der Text für mich heute? Wo betrifft es mich? Was hat das mit meinem Leben zu tun? Was erscheint mir persönlich wichtig, und was eckt bei mir an? Und dann fange an, das Erkannte im Alltag umzusetzen. Beginne mit Gott auch im Alltag in Gedanken darüber zu reden, wie mit einem unsichtbaren Freund, und du wirst merken: Das Abenteuer Bibel geht weit über das Lesen eines Buches hinaus! Diesen Schritt kann dir niemand abnehmen. Aber wenn du ihn weglässt, wirst du nur eine Menge Wissen über die Bibel ansammeln, aber die lebensverändernde Kraft dieses Buches wird für dich ohne Auswirkung bleiben.

* Lege dir ein Heft zu, in dem du alle Beobachtungen schriftlich festhältst. Schreibe das Wichtigste auf, was dir bei der Auslegung eines Textes klar geworden ist. Auch deine Erfahrungen und Enttäuschungen bei der Anwendung gehören hier hinein. Jede richtige Expedition braucht ein Tagebuch. Vielleicht ist es anfangs etwas mühsam, aber du entgehst damit der Falle, die Bibel wie Fast Food zu behandeln und enttäuscht an der Oberfläche stecken zu bleiben.


Am Ende dieser Etappe gibt es nur eine praktische Aufgabe:

Nimm Dir ein biblisches Buch vor (am besten fängst du mit Johannes an oder mit dem Römerbrief) und nimm dir regelmäßig Zeit dafür, es Stück für Stück zu lesen. Wende den Dreischritt Beobachtung – Auslegung – Anwendung an, und halte deine Erkenntnisse und Erfahrungen schriftlich in einem „Expeditionstagebuch“ fest. Fange an, mit Gott über Erfahrungen, Enttäuschungen und Zweifel zu reden. Wenn Du Fragen hast, darfst du dich natürlich gerne an unser Team bei http://www.nikodemus.net wenden.

Und jetzt los – das Abenteuer beginnt jetzt erst richtig!

(Quelle: nikodemus.net)
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~nora~
Galater 5,1 "Für die Freiheit hat uns Christus befreit; so stehet nun fest und lasset euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen!"
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