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 Erbauliches
nora Offline




Beiträge: 571

09.06.2007 13:26
HEILMITTEL gegen Enttäuschung antworten

Enttäuschung - und das Heilmittel dafür

Bibelstellen: Lukas 24,13-25

Enttäuschung ist eine der fruchtbarsten Ursachen für Entmutigung unter Christen und in Folge davon für Niedergeschlagenheit und ein Abdriften in die Welt. Es ist zu befürchten, dass sie gegenwärtig sehr kraftvoll in viele Richtungen wirkt.

In Zeiten der Erweckung, wenn der Geist Gottes sehr offensichtlich wirkt, ist es für einen Gläubigen vergleichsweise leicht, fröhlich in die richtige Richtung zu gehen. Er erlebt, wie er vom Strom des geistlichen Enthusiasmus getragen und durch jeden Kontakt mit seinen Glaubensgenossen ermutigt wird. Doch wenn andererseits, wie es immer der Fall ist, die Erweckungszeit langsam ausklingt, wenn die Macht des Bösen wieder schmerzlich offenbar wird und der Flut des Erfolgs die Ebbe der Trübsal folgt, dann setzt oft eine Depression ein, die durch große und oft ungerechtfertigte Erwartungen in Folge des vorangegangenen Erfolgs noch verstärkt wird.

Zurzeit befinden wir uns in einer Phase sehr heftiger Depression, die praktisch alle protestantischen Länder umfasst, dabei besonders den englischsprachigen Raum. Die Niedergeschlagenheit wird weitläufig wahrgenommen, weil sie in alle Richtungen Versammlungen dezimiert und ein großes Missionsdefizit, sowohl an Mitarbeitern als auch an Geld, angehäuft hat. Die Wurzeln dafür liegen jedoch tiefer und sind im Verlust der Glaubensbeziehung zu Christus zu finden, welcher eine Flut von falschen und fatalen Lehren in Verbindung mit äußerster Weltlichkeit über uns hereinbrechen ließ. Infolgedessen sind vielerorts Enttäuschung und bedauernswerter Verfall zu beobachten.

Wir leben in der Haushaltung, in der der Heilige Geist auf der Erde wohnt. Dieser Haushaltung ging die Zeit voraus, in der der Sohn Gottes auf der Erde war. Diese wenigen Jahre waren gefüllt mit den denkwürdigsten Geschichtsereignissen dieser Welt, welche in manchen Herzen die lebhaftesten Erwartungen weckten und sie schließlich mit der tiefsten Enttäuschung überwältigten. In Lukas 24, 13-25 ist uns eine bewegende Geschichte geschenkt, die die innerlichen Erfahrungen zwei solcher Menschen illustriert, die Ursachen ihrer Enttäuschung offenbart und das Heilmittel aufzeigt. Wir wollen einige Lektionen aus ihrer Geschichte lernen.

Die zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus entfernten sich offenbar langsam vom Zentrum des göttlichen Wirkens zu dieser Zeit: Jerusalem. Sie taten dies, weil sie entmutigt waren, und sie waren entmutigt, weil sie auf tiefstmögliche Weise enttäuscht waren. Wir können uns vielleicht nur wenig die Erwartungen vorstellen, die durch die Ankunft des Messias Israels in ihren Herzen geweckt worden waren. Visionen füllten ihre Augen von der Befreiung vom römischen Joch, von nationaler Erweckung und von der Herrlichkeit und Pracht unter Davids Sohn, woran sie einen nicht unerheblichen Anteil erwarteten. „Wir aber hofften“, sprachen sie, „dass er der sei, der Israel erlösen solle.“ Nun jedoch war die Vision unsanft zerstört worden, denn statt den Thron Davids einzunehmen und den Kaiser zu stürzen, war er von den kaiserlichen Soldaten an Barabbas' Kreuz genagelt worden und das ganze Volk hatte sich das Joch des Kaisers noch fester als zuvor auf seinen Nacken geheftet und noch dazu öffentlich, indem es sagte: „Wir haben keinen König außer dem Kaiser.“ Todtraurig und unfähig, das Rätsel um seine von ihnen akzeptierten Ansprüche einerseits und seinen plötzlichen und dramatischen Niedergang andererseits zu lösen, waren Kleopas und sein Begleiter im Begriff, ihre Jüngerschaft aufzugeben und nach Hause zurückzukehren.

„Und es geschah, [...] dass sich Jesus selbst nahte und mit ihnen ging“. Zunächst stellte er ihnen nur zwei Fragen, die dazu dienten, von ihnen die Hintergründe ihrer Enttäuschung und Not zu erfahren. Darüber hinaus offenbarte es jedoch auch seine Fähigkeit, zielsicher die Wurzel ihrer Betrübnis auszumachen, als er sagte: „O ihr Unverständigen und im Herzen (zu) träge, an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben!“

Wir wollen hier zwei Fakten beobachten: Erstens, dass Enttäuschung unter Gläubigen dadurch verursacht wird, weil sie sich falschen Erwartungen hingeben, die nicht durch das Wort Gottes gerechtfertigt sind. Zweitens, dass solche ungerechtfertigten Erwartungen deshalb von Gläubigen gehegt werden, weil sie nur einen Teil der Schrift berücksichtigen statt „alles [...], was die Propheten geredet haben.“

Gab es denn keine Schriften, die den Glauben an einen Messias rechtfertigten, der in Macht und Herrlichkeit kommen würde, um Israel von jedem Joch zu erlösen? Sicher gab es diese. Eine Vielzahl solcher Stellen könnten zitiert werden. Aber es gab auch andere, die von einem erniedrigten Messias sprachen – von den Menschen verachtet und abgelehnt, um der Vergehen des Volkes Gottes willen abgeschnitten – und diese übersahen sie. Geblendet wie sie waren von den Abschnitten über seine Herrlichkeit, waren die anderen ihnen zweifellos undeutlich, mysteriös und verworren erschienen und schnell unter dem Vorwand ignoriert worden, dass sie schwierig zu erklären und von keinem besonderen Interesse oder Gewinn seien. Folglich kam es ihnen nie in den Sinn, dass der Christus zuerst „dies leiden“ und dann „in seine Herrlichkeit hineingehen“ würde.

Fast zwei Jahrtausende sind vergangen, seit Kleopas und sein Begleiter ihren sorgenvollen Weg gingen, aber die Grundrisse ihrer Geschichte werden immer noch von einer Vielzahl von enttäuschten Christen nachgezogen.

„Bald nach meiner Bekehrung“, spricht einer, „strebte ich nach und, wie ich meinte, fand 'volle Genüge'. Ich nahm das Wirken des 'reinigenden Feuers' in Anspruch und glaubte, dass die Sünde in mir völlig ausgelöscht wurde. Doch mit der Zeit entdeckte ich zu meinem unaussprechlichen Kummer, dass sie noch immer in mir lebte und wirkte. Seit dieser Entdeckung kann ich mich nur mit kleinster Kraft an Gott festhalten. Ich weiß kaum, ob ich gerettet bin oder nicht.“

„Ich war immer ein ernsthafter christlicher Arbeiter mit einem großen Eifer für Mission“, sagt ein anderer. „Ich glaubte völlig an das Kommen des Tausendjährigen Reiches, wie die Bibel es beschreibt, und der Gedanke, dass das Evangelium triumphieren und von einer Eroberung zur nächsten marschieren würde, bis dieses Ziel erreicht ist, erfüllte mich mit Begeisterung. In letzter Zeit erdrückt es mich jedoch, dass die tatsächliche Zahl der bekennenden Bekehrten, nicht zu sprechen von den wirklichen, nicht mit dem Anstieg der Weltbevölkerung Schritt hält - schlimmer noch, dass die wirklichen Triumphe des Evangeliums in heidnischen Ländern weit durch die Triumphe des Sauerteigs des Rationalismus und Ritualismus in den Heimatländern des Christentums aufgewogen werden. Ich kann nicht beschreiben, wie desillusioniert ich bin. Ich habe völlig den Mut verloren.“

„Vor Jahren“, erzählt ein Dritter, „habe ich mich einer religiösen Bewegung angeschlossen, die, wie ich dachte, eine wirkliche Befreiung in der Christenheit auslösen würde. Meine Seele wurde sehr gesegnet, als man mir eine lange in Vergessenheit geratene und wieder geborgene Wahrheit aus dem Wort Gottes darlegte. Ich dachte, ich hätte tatsächlich die „Musterkirche“ gefunden, errichtet auf den Grundlagen der Apostel und der Urgemeinde, die zu einem Zentrum werden würde, das Christen überall zusammenbringt. Aber heute – wie ist das feine Gold trübe geworden! Wo ist meine Musterkirche? Die Verwirrung in der Kirche scheint vollkommen zu sein und jeder Versuch, religiöse Einheit und Ordnung darzustellen, endete in Durcheinander und Versagen. Ich bin todtraurig und sehr deprimiert.“

Es könnten noch viele solcher sorgenvollen Beschwerden als Beispiele angeführt werden, aber alle würden wie die zitierten nur die katastrophalen Folgen davon illustrieren, was passiert, wenn man sich Erwartungen hingibt, die nicht von der Schrift als Ganzem gerechtfertigt werden. Lesen wir nicht in der Schrift sowohl von Erlösung von Sünde als auch Strafe dafür? Spricht sie nicht von dem „Feuer eines Schmelzers“ und gibt es nicht die Verheißung, dass wir ebenso mit Feuer getauft werden wie mit Heiligem Geist? Heißt es nicht „die Sünde wird nicht über euch herrschen“?

Alle diese Dinge lesen wir – und noch mehr. Doch wollen wir nicht übersehen: „wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst“, und dass selbst der Apostel Paulus, nach einer Entrückung in den dritten Himmel, einen Dorn im Fleisch brauchte, damit das Fleisch in ihm sich nicht „erhebt“. Wenn wir die ganze Schrift berücksichtigen, lernen wir, dass es tatsächlich Gottes Gedanke ist, dass ein Gläubiger in dieser Welt von der Macht der Sünde befreit wird, und werden vor dem schädlichen Missverständnis bewahrt, dass wir schon von der Gegenwart der Sünde befreit sind – mitsamt der daraus resultierenden Desillusionierung und dem Schiffbruch!

Auch sind die prophetischen Schriften zweifellos randvoll mit Vorhersagen bezüglich einer wunderbaren Zeit der Segnung für diese Erde, allgemein als das Tausendjährige Reich bezeichnet. Christus wird seine Herrschaft über alle Nationen ausweiten. Gewaltige geistliche Bewegungen werden stattfinden. Eine Nation wird „an einem einzigen Tag zur Welt gebracht“ werden. Im Volk Israel werden „alles Gerechte“ sein und überall auf der Welt werden Gerechtigkeit und Frieden gedeihen.

Aber wir wollen nicht die wichtige Aussage übersehen: „wenn deine Gerichte die Erde (treffen), lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit“ (Jes 26,9); oder jene von Petrus im Konzil in Jerusalem darüber, dass der göttliche Plan für dieses Zeitalter darin besteht, ein Volk für den Namen Christi aus den heidnischen Nationen zu sammeln (Apg 15,9).

Und was soll man der Vielzahl von Christen sagen, die so traurig und verzweifelt sind angesichts ihres eigenen Versagens und des Versagens ihrer Glaubensgenossen, was den gemeinsamen Dienst bzw. die Gemeinschaft unter Christen betrifft? Welcher ernsthafte Freund des Herrn Jesus ist nicht umgeben von den Trümmern von „Denominationen“, „Versammlungen“, „Gemeinschaften“, „Gesellschaften“ oder anderen Vereinigungen kirchlicher Art? – Ganz gleich, ob sie ursprünglich im Einklang mit biblischen Grundsätzen gegründet wurden oder nicht. In manchen Fällen hat der sichtbare Zerfall nichts als Fragmente hervorgebracht; in anderen Fällen, was noch viel schlimmer ist, wurde äußere Einheit auf Kosten der Reinheit bewahrt. Fäulnis und Korruption greifen im Inneren um sich. Was ist mit den rosigen Erwartungen, die man gestellt hatte und die so rücksichtslos verbannt wurden? Was kann man sagen?

In unserer Geschichte kommt ein vielsagender Satz über die Lippen Kleopas: „Wir aber hofften“, sagt er, „dass er der sei, der ISRAEL erlösen solle.“ Offensichtlich nahmen die Erlösung und Herrlichkeit seines geliebten Volkes den ersten Platz in seinen Gedanken ein. Er las die Schriften und für ihn war Israel das große Thema und der Messias der von Gott gegebene Diener, um Israel groß zu machen. Dies war die Reihenfolge ihrer entsprechenden Bedeutung nach in seinen Gedanken: erstens Israel, zweitens der Messias. Ein großer Fehler, der heftige Bedrängnis in sich barg!

Kann es sein, dass viele von uns sich im Grunde des gleichen Fehlers schuldig gemacht haben? Haben bestimmte Dinge so unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen, dass wir unbewusst unser eigenes kleines „Israel“ errichtet haben, dessen Erfolg uns wichtiger als alles andere geworden ist? Seit Pfingsten gab es viele deutliche Bewegungen des Geistes Gottes mit himmlischem Ursprung und wir mögen in den Strom einer solchen gezogen worden sein. Des Öfteren waren Heilige so über die Maßen von einer Bewegung eingenommen, dass sie sich noch daran klammerten, als ihre Lebenskraft schon verbraucht und verhallt war. Die Bewegung hat den Meister in den Hintergrund gedrängt! Ist das der Fall bei uns?

Doch, Gott sei Dank, gibt es ein HEILMITTEL, das uns deutlich in unserem Text aufgezeigt wird. In unserer Analyse scheint es aus drei Bestandteilen zusammengesetzt zu sein, die wir einzeln betrachten wollen.

1.DIE GANZE SCHRIFT. Das ist von grundlegender Bedeutung, denn es wird nicht weniger als drei Mal innerhalb von einigen wenigen Versen (25-27) betont: „alles [...], was die Propheten geredet haben“, „allen Propheten“, „allen Schriften“ sind die Ausdrücke, die verwendet werden. Wir müssen beim Lesen der Schrift Bevorzugung – das ständige Lesen bestimmter Passagen oder das beinahe oder völlige Ignorieren anderer – vermeiden. Genauso müssen wir Voreingenommenheit bei der Interpretation der Schrift vermeiden: „[...] keine Weissagung der Schrift (geschieht) aus eigener Deutung“ (2. Petrus 1,20) – d.h. eine Passage sollte nicht isoliert ausgelegt werden, sondern in Bezug zur Gesamtheit des biblischen Zeugnisses, gerade so wie die genaue Bedeutung einer kleinen Figur in der Ecke eines großartigen Gemäldes von einem berühmten Meister am besten bestimmt wird, wenn man den zentralen Gedanken des Bildes und das Bild selbst als Ganzes kennt.

Noch wichtiger als die ganze Schrift ist

2. CHRISTUS als das Thema und der Mittelpunkt der ganzen Schrift, denn so „erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf“. Man beachte, nicht „was Israel betraf“, sondern „was IHN betraf“. Welche Enthüllungen wurden ihren verwunderten Herzen auf dem Rest dieses Weges zuteil! Kein Wunder, dass ihr Herz in ihnen brannte!

So war letztlich doch nicht alles vorbei, auch wenn Israels Erlösung in undefinierte Ferne gerückt zu sein schien. Christus, nicht Israel, ist der herrliche Mittelpunkt in allen Zielsetzungen Gottes. Im Verlauf dieser wunderbaren Darstellung der ganzen Schrift muss Jesaja 49,5.6 mit berücksichtigt worden sein: „Israel ist nicht gesammelt worden; aber ich bin geehrt in den Augen des Herrn, und mein Gott ist meine Stärke geworden – ja, er spricht: Es ist zu gering, dass du mein Knecht seist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten von Israel zurückzubringen. Ich habe dich auch zum Licht der Nationen gesetzt, um mein Heil zu sein bis an das Ende der Erde.“ Das Thema eines jeden Diskurses über diese Schriftstelle muss notwendigerweise sein: „Nicht Israel, sondern Christus“.

Noch etwas brauchten Kleopas und sein Begleiter, um das Heilmittel für ihre Enttäuschung perfekt zu machen. Ihr Weg endete im stillen Zuhause in Emmaus, und als beim Abendmahl der eingeladene Gast plötzlich den Platz des Gastgebers einnahm und das Brot brach, wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn, als er vor ihnen unsichtbar wurde.

Hier finden wir das Wichtigste:


3. CHRISTUS, im Glauben erkannt als der vereinende Mittelpunkt seines Volkes.

Tatsächlich hatten sie den Messias, wie sie ihn zuvor in Fleisch und Blut gekannt hatten, verloren. Jetzt hatten sie ihren ersten flüchtigen Blick auf ihn in seiner Auferstehungsform, die er angenommen hatte, und dieser erste Blick veränderte sie völlig. Unter seiner Anleitung hatten sie gerade gesehen, dass er selbst das Thema der ganzen Schrift ist. Aber selbst als sie ihm zuhörten und als Folge davon ihr Herz in ihnen brannte, sahen sie ihn nur mit ihren natürlichen Augen und erkannten ihn nicht. Jetzt wurde er vor ihnen unsichtbar und sie erkennen ihn im Glauben. Was für ein Tausch!

An diesem Punkt wurde ihre Enttäuschung in Freude verwandelt. Statt dass alles vorbei war, war nun alles sicher. Ihr Weinen bei Nacht war vorüber und ihre Seelen badeten im Licht des Auferstandenen. Ihre Sonne war nicht hinter den Sturmwolken untergegangen, um nie wieder hervorzutreten, wie sie gedacht hatten. Sie/Er hatte nur um ihretwillen eine kurze Finsternis erlitten und war nun aus dem Schatten hervorgetreten, um nie wieder zu vergehen! Durch diese Entdeckung wurden sie verändert. Nachdem ihre Enttäuschung geheilt war, verbrachten sie keine weitere Stunde auf ihrem Abweg.

„Und sie standen zur gleichen Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Und sie fanden die Elf und die, die mit ihnen waren, versammelt [...]. Und sie erzählten, was auf dem Weg (geschehen war) und wie er von ihnen erkannt worden war am Brechen des Brotes. Während sie aber dies redeten, stand er selbst in ihrer Mitte“.

Die Ruhe und die Freude, die in diesem Moment ihre Herzen erfüllte, kann jedem enttäuschten Gläubigen heute zuteilwerden, aber – nur auf eben diese Weise. Christus, und Christus allein, ist das Ziel der Gedanken Gottes. Demzufolge ist es nicht sein Ziel, die Heiligen auf bewusste Weise heilig und in sich selbst zufrieden zu machen, sondern bewusst schwach in sich selbst und zufrieden in Christus. Sein Ziel in der Welt sind nicht bloß große „Bekehrungsbewegungen“, sondern die Erwählung eines Volkes für Christus aus den Nationen. Er befasst sich heute nicht mit der Errichtung einer kirchlichen Einheit – wo er doch weiß, dass diese ein für alle Mal zusammengebrochen ist –, sondern damit, Christus als den vereinenden Punkt im Glauben und der Liebe seines Volkes zu erhöhen, damit er eine intensive Realität für sie wird und unter ihnen groß gemacht wird, sei es im Leben oder Tod. Wenn dies geschieht, so wird auch ein großes Maß an Einheit – nämlich die Einheit im Geiste – erreicht werden, obwohl vielleicht schlecht in der entsprechenden kirchlichen Form ausgedrückt, weil deren Zusammenbruch unter der Regierung Gottes noch anhält.

Lieber christlicher Leser, so wollen wir nun vorsichtig unsere Erwartungen im Licht der ganzen Schrift formen und darin zufrieden sein, dass Christus, seine Herrlichkeit, sein Ruhm, seine Interessen und mehr als alles andere der Vorzug, ihn zu kennen, unser Teil ist. Dann werden wir durch die schlimmsten Umstände mit Zuversicht und Freude hindurchgehen, bis das strahlende Ziel erreicht ist.

[Deutsche Erstveröffentlichung. Übersetzt von Peggy Hindemit. Auszug aus „Scripture Truth“, 1914, Band 6, S. 28) ]


Lukas 24,13-25


13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an selbigem Tage nach einem Dorfe, mit Namen Emmaus, sechzig Stadien von Jerusalem entfernt.
14 Und sie unterhielten sich miteinander über alles dieses, was sich zugetragen hatte.
15 Und es geschah, indem sie sich unterhielten und miteinander überlegten, daß Jesus selbst nahte und mit ihnen ging;
16 aber ihre Augen wurden gehalten, damit sie ihn nicht erkennten.
17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr wandelnd miteinander wechselt, und seid niedergeschlagen?
18 Einer aber, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der einzige, der in Jerusalem weilt und nicht weiß, was in ihr geschehen ist in diesen Tagen?
19 Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus, dem Nazaräer, der ein Prophet war, mächtig im Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volke;
20 und wie ihn die Hohenpriester und unsere Obersten überlieferten, um zum Tode verurteilt zu werden, und ihn kreuzigten.
21 Wir aber hofften, daß er der sei, der Israel erlösen solle. Doch auch bei alledem ist es heute der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist.
22 Aber auch etliche Weiber von uns haben uns außer uns gebracht, die am frühen Morgen bei der Gruft gewesen sind,
23 und, als sie seinen Leib nicht fanden, kamen und sagten, daß sie auch ein Gesicht von Engeln gesehen hätten, welche sagen, daß er lebe. 24 Und etliche von denen, die mit uns sind, gingen zu der Gruft und fanden es so, wie auch die Weiber gesagt hatten; ihn aber sahen sie nicht.
25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen und trägen Herzens, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben!



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~nora~
"Ich singe dir mit Herz und Mund,
Herr, meines Herzens Lust;
ich sing und mach auf Erden kund,
was mir von dir bewußt
(..)" v. Paul Gerhardt
Galater 5,1: "Für die Freiheit hat uns Christus befreit; so stehet nun fest und lasset euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen!"
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