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JESUS is LOVE - Forum

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 Evangelisation
nora Offline




Beiträge: 571

05.12.2006 04:41
Was heisst das... "Evangelisation" antworten
Ich hatte selbst, wie wohl jeder, der noch nicht "wiedergeboren" ist keine Ahnung von diesem Begriff... heute ist das allerdings alles anders geworden...

Hier dazu ein sehr interessanter Artikel:

Stolperstein ins Leben


Viele Zeitgenossen können mit dem Wort «Evangelisation» kaum etwas anfangen. Andere sehen darin überflüssige Propaganda oder manipulative Beeinflussung. Was ist Evangelisation eigentlich? Missionstheologische Perspektiven zu einem neu zu entdeckenden Auftrag.

Friedemann Walldorf

Wo klemmts, wenn es um Evangelisation geht? Viele Zeitgenossen können mit dem Wort kaum etwas anfangen. Selbst Christen fühlen sich nicht selten unwohl, wenn das Thema Evangelisation angeschnitten wird. Klischees steigen auf und versperren die Perspektive. Der damit verbundene hohe Anspruch und die Wirklichkeit klaffen weit auseinander und lassen manchen frustriert zurück. Muss das so sein? Oder kann man Evangelisation neu entdecken – ohne den alten Druck wieder durch die Hintertür hereinzubitten? Was ist Evangelisation eigentlich?

EVANGELISATION BEGINNT MIT JESUS
Evangelisation beginnt mit Jesus Christus. Und sie beginnt mitten im Alltag von Frauen und Männern, die mit dem Leben und seinen Herausforderungen ringen. Zum Beispiel die Fischer
in Galiläa. Männer mit Narben und Schwielen an den Händen und auf der Seele. Oder die so ungleichen Schwestern: die praktisch zupackende Martha und die meditative Maria (Luk. 10,8–42). Das Neue Testament erzählt davon, wie sie Jesus begegneten und zu ahnen begannen, dass Jesus einzigartig ist: «Du bist der Sohn des lebendigen Gottes» (Matth. 16,16). Oder: «Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist der Heilige Gottes» (Joh. 6,68–69).

Was diese Frauen und Männer erlebten, war Evangelisation. Auch wenn sie sicher erschreckt wären, wenn sie das Wort gehört hätten. «Evangelisation» ist ein Fachwort, das erst viele Jahrhunderte später entstanden ist. Aber es kommt von einem Begriff, den damals jeder kannte: euangelizein – jemandem eine gute Nachricht überbringen (Evangelium = gute Nachricht). Davon träumten damals viele: dass einer kommen würde und endlich gute Nachrichten bringen und verwirklichen würde: Versöhnung und Frieden – und zwar in Person. Dieser Traum hatte tiefe Wurzeln im Alten Testament. Im Jesajabuch wird der Überbringer der Guten Nachricht als Gesandter und Gesalbter (König) des lebendigen Gottes vorgestellt: «Der Geist des Herrn, Jahwe ist auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, auszurufen das Gnadenjahr des Herrn ...» (Jes. 61,1).

Diesem Mann waren die Frauen und Männer des Neuen Testaments begegnet: Jesus von Nazareth. Sie sahen, was er tat, und hörten, was er sagte. Er war die Gute Nachricht in Person. Darum begannen sie, ihm zu vertrauen, ihm zu folgen und anderen von ihm zu erzählen. Jesus ist das Beste, was einem Menschen passieren kann. Ist mir das noch bewusst? Weiss ich noch, warum das so ist? Evangelisation bedeutet: Jesus (neu) begegnen und das Leben und die gute Nachricht von Jesus mit anderen zu teilen, die davon noch wenig oder nichts wissen. Wie wäre es, wenn Sie mit Menschen in Ihrer Nähe (Christen und Nichtchristen) das Markus-Evangelium lesen, um gemeinsam (neu) herauszufinden, wer Jesus ist und wie er Menschen begegnet ist?

SCHWEIGENDE EVANGELISATION

Doch was bedeutet Evangelisation in einer Welt wie der unseren – angesichts von Terrorismus, Kriegen, Naturkatastrophen? Liegt es da nicht manchmal näher, sich in Schweigen zu hüllen? Ja, Schweigen ist manchmal durchaus angebracht angesichts der Unfassbarkeit der Ereignisse und der Unergründlichkeit des Handelns Gottes. Schweigen, stilles Mitleiden und Mithelfen sind ein wichtiger Bestandteil von Evangelisation. Erinnern wir uns daran, was Evangelisation im Tiefsten bedeutet: Es ist die erstaunliche Geschichte davon, dass Gott in Jesus Christus mitten hineingekommen ist in unsere zerrissene
Welt.
Evangelisation bedeutet Hoffnung für «das Volk, das in Finsternis sass. Es hat ein grosses Licht gesehen; und denen, die sassen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen » (Matth. 4,16). Darum bedeutet Evangelisation Hoffnung.

HOFFNUNGSVOLLE EVANGELISATION
Evangelisation bedeutet Hoffnung, weil das Evangelium und die Gemeinde Jesu nicht an nationalen, kulturellen oder religiösen Grenzen Halt machen. Die Verheissung Gottes an Abraham, die «Magna Charta» der Mission und Evangelisation, hat sich in Christus erfüllt: In dir sollen gesegnet werden alle Völker auf Erden» (1. Mose 12,3).

Alle Menschen überall sind von Gott geschaffen und in Christus geliebt – ob sie nun Asiaten oder Europäer, Afrikaner oder Amerikaner, Buddhisten, Hindus, Muslime, Atheisten oder Christen sind: Sie sind eingeladen, Hoffnung und Befreiung in Jesus Christus zu finden. Evangelisation bedeutet Hoffnung, weil sie unsere Welt mit nüchternen Augen sehen hilft. Politik, Dialog, humanitäre Hilfe, Wissenschaft und Kunst sind wichtig. Aber sie können nicht alles lösen. Angst, Hass, Gewalt, Gier und Schuld wurzeln tiefer und sie lauern in jedem von uns. «Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer» (Röm. 3,10). Doch Gott wird Recht sprechen und will uns schon heute mit seiner Gerechtigkeit beschenken.

Evangelisation bedeutet Hoffnung, weil sie uns Gottes Leidenschaft in Jesus Christus vor Augen malt. Leid und Ungerechtigkeit sind Gott nicht gleichgültig. Er hat sich persönlich den Schrecken und der Angst in unserer Welt ausgesetzt. Jesus Christus hat die Kranken geheilt, die Erniedrigten wertgeschätzt, die Reichen und Selbstgerechten herausgefordert, den Sündern Vergebung und Veränderung eröffnet. Alle hat er aufgefordert, umzukehren, ihm zu vertrauen und zu folgen. Am Kreuz ist er selber arm geworden, hat sich entstellen lassen, hat unser Leid geteilt und unsere Rebellion gegen Gott getragen. «Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt» (Jes. 53,5).

Evangelisation bedeutet Hoffnung, weil Jesus Christus auferstanden ist, lebt und wiederkommt. Jeder, der Jesus vertraut, bekommt Teil an diesem Leben – unwiderruflich und für immer (Joh. 20,31). Mitten in unserer von Terror und Leid erschütterten Welt hat damit
Gottes neue Welt begonnen. Der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern die Zukunft Gottes in Jesus Christus. Wenn wir diese Hoffnung kennen, warum sollten wir sie nicht mit anderen teilen? Die Bibel zeigt uns, wie das gehen kann.

MISSIONARISCHE PRAXIS IM NEUEN TESTAMENT

Evangelisation beginnt damit, die Menschen mit Gottes Augen zu sehen, mit ihnen Gemeinschaft zu haben und ihnen zuzuhören. Jesus begegnet einer Frau am Jakobsbrunnen und bittet sie um Wasser (Joh. 4). Aus dieser Geste der Wertschätzung und Wahrnehmung entwickelt sich ein lebensveränderndes Gespräch. Jesus sucht die (Tisch-)gemeinschaft mit
Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft. Besonders mit den Randsiedlern der damaligen religiösen Gesellschaft, den «Zöllnern und Sündern», die wissen, dass sie Hilfe und Vergebung brauchen (Matth. 9,11). Auf die Frage eines frommen Schriftgelehrten: «Wie kann ich ewiges Leben bekommen?», erzählt Jesus die Geschichte vom barmherzigen «Ausländer», die (nur) scheinbar wenig mit der Ausgangsfrage zu tun hat. Warum nutzt Jesus nicht die Chance und erklärt ihm das «ganze» Evangelium? Vielleicht, weil Jesus sieht, dass der Mann noch völlig von seiner Frömmigkeit überzeugt und in Selbstrechtfertigung gefangen ist. Jesus lässt den Theologen nachdenklich und mit einem versteckten Hinweis auf den wahren barmherzigen Samariter (der er selbst ist) zurück (Luk. 10,25–37).

Evangelisation gibt nicht immer alle Antworten, aber sie führt immer zu Jesus hin. Paulus spaziert durch Athen (Apg. 17,16 ff.) und beginnt die Stadt mit Gottes Augen zu sehen: Er wird zornig und traurig über die vielen leeren und leblosen Idole, von denen die Gesellschaft ihr Leben erwartet. Gleichzeitig entdeckt er mitten unter den Idolen eine Erinnerung an Gott, den Schöpfer: den Altar des unbekannten Gottes.

Paulus erlebt hier, was der lateinamerikanische Theologe Leonardo Boff einmal so ausgedrückt hat: «Gott kommt früher als der Missionar.» Gott hat sich im Leben der Menschen nicht unbezeugt gelassen (Apg. 14,17). Paulus nutzt diese Entdeckung als Einstieg ins Gespräch. Er führt einen «Dialog» (Lukas gebraucht hier das Wort dialegomai). Daraus ergibt sich die Gelegenheit, auf dem Areopag das Evangelium tiefer zu erklären.

Evangelisation ist keine Einbahnstrasse, sondern ein lebendiges Gespräch mit Menschen, die anders denken und glauben. Ein Gespräch, in dem ich zuhöre, was die anderen bewegt, und in dem ich erzähle, wer Jesus ist und was er mir bedeutet. Philippus wird von Gott an eine staubige Strasse gerufen. Dann läuft er neben der Staatskarosse eines höfischen Beamten aus Äthiopien her (Apg. 8,26–39). Evangelisation bedeutet, beweglich zu bleiben. Im Hören auf Gott und in der Begegnung mit Menschen.

Philippus ist zunächst einfach da und hört zu. Erst dann stellt er eine Frage. Die Frage trifft und der Beamte merkt, dass dieser Mann etwas zu sagen hat. Als er eingeladen wird, steigt Philippus in den Wagen und beginnt das Evangelium zu erklären. Evangelisation hat wenig mit Aufdringlichkeit, aber viel mit Aufmerksamkeit und Mut zu tun. Übrigens: Evangelisation bedeutet nicht nur, dass ich mit anderen über Jesus rede, sondern auch, dass ich mit Jesus über andere rede (Mark. 1,30 b). Dabei stelle ich dann oft fest, wie wenig ich noch über Menschen in meiner Nähe weiss: Was denken sie eigentlich (von Jesus)? Wie geht es ihnen wirklich? Was erhoffen sie sich vom Leben? Wovor haben sie Angst?

Zum Weiterdenken: In Johannes 6,44 steht, dass nur Gott Menschen zu sich ziehen kann. Daran wird deutlich, dass Evangelisation neben allen praktischen Möglichkeiten und dem konkreten Auftrag, den Jesus seinen Jüngern gibt, immer auch ein Geheimnis bleibt – zwischen Gott und jedem Menschen.

EVANGELISATION IST DIE VIELFALT DER GEMEINDE
Evangelisation ist mit manchen Klischees behaftet: Bildern von bestimmten Aktionen oder besonders extrovertierten Menschen. Im Neuen Testament jedoch wird deutlich, dass Evangelisation sehr vielfältig ist und dort geschieht, wo Menschen im Alltag, in Familie, Gemeinde, Nachbarschaft und Beruf Jesus vertrauen und nachfolgen. Also: die ganze Gemeinde ist Evangelisation. Sie ist die «Plausibilitätsstruktur » des Glaubens für Menschen, die damit wenig anfangen können. Und daraus ergeben sich dann auch die Möglichkeiten für das bewusste, aktive Weitergeben der Guten Nachricht. Diese Möglichkeiten sind so vielfältig
und unterschiedlich wie die Menschen, denen wir begegnen und die wir selber sind. Es gibt kein Schema F – entscheidend ist, dass Menschen das Evangelium hören und in unserem gemeinsamen Leben etwas davon sehen können.

Jesus nennt seine Jünger «das Licht der Welt» (Matth. 5,14). Licht schenkt auf vielfältige Art und Weise Orientierung und lädt ein, nach Hause zu kommen. Paulus sieht jede christliche Gemeinde als Zentrum, das Licht und Leben in seine Umgebung ausstrahlt: als eine Kolonie des Himmels inmitten der Welt (Phil. 3,20). Paulus ist überzeugt: Wenn Christen so leben, wie es dem Evangelium Christi entspricht, und für das Evangelium eintreten (Phil. 2,27 ff.), dann werden sie «mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht scheinen
als Lichter in der Welt» (Phil. 2,15).

EVANGELISATION IST DEMUT UND MUT
Besondere Aktionen und öffentliche Veranstaltungen sind gute Möglichkeiten, auf die Gute Nachricht von Jesus aufmerksam zu machen. Schliesslich ist Jesus keine Privatangelegenheit,
sondern Gottes Gute Nachricht für alle Menschen. Doch nichts kann persönliche Beziehungen und das aufmerksame Gespräch ersetzen – nicht als Instrument, um andere zu etwas zu bewegen, sondern als wirkliche Begegnung. Evangelisation heute kann nur als wirkliche
Begegnung zwischen Menschen geschehen, die sich gegenseitig zuhören, achten und voneinander lernen wollen. Dazu brauchen wir sowohl Demut als auch Mut.
Die Demut, sich selbst und andere realistisch zu sehen. Eigene Ehrlichkeit und Verletzlichkeit gehören mit zur Evangelisation. Ich muss kein Idealbild abgeben, sondern kann meine eigenen Fehler, Fragen und Zweifel zugeben. Jesus ist nicht für die Perfekten und allwissenden gekommen, sondern für alle, die wissen, dass sie Vergebung, Hilfe und Orientierung brauchen (Mark. 2,17).

Wir sind als Menschen begrenzt, verletzlich und aufeinander angewiesen und haben auch als Christen nicht alle Antworten. Diese Demut braucht Mut. Und zu diesem Mut gehört auch,
dass ich mich nicht einschüchtern lassen muss, wenn jemand mir vorwirft, Evangelisation sei arrogant, intolerant und schliesslich müsse jeder seine eigene Wahrheit finden. Denn genau mit dieser Aussage versucht der andere ja auch mich mit seiner Sicht («es gibt viele unverbindliche Wahrheiten») zu «missionieren».

Fragen Sie ruhig einmal nach, woher er oder sie das so genau weiss und ob diese angebliche Wahrheit nicht eine Täuschung sein könnte. Letztlich stellt Evangelisation die Vertrauensfrage: Wem willst du dich anvertrauen – für heute und immer? Und warum? Den wechselnden Meinungen und Moden der menschlichen Gesellschaft oder dem gekreuzigten, auferstandenen und wiederkommenden Jesus Christus? Die Einzigartigkeit von Jesus und die gute Nachricht, dass (nur) er uns mit Gott versöhnt hat und alleine der Weg zu Gott ist, bleibt ein «Stolperstein» (griech. skandalon, vgl. 1. Kor. 1,18–24), den niemand aus dem Weg räumen darf und kann. Aber genau betrachtet, ist es der lebensrettende «Stolperstein» aus der Dunkelheit ins Licht (1. Petr. 2,9).

Der Autor Dr. Friedemann Walldorf ist Missionswissenschaftler und lehrt an der Freien Theologischen Akademie in Giessen. Er ist verheiratet mit Cordula und hat zwei Kinder.

(Quelle: FACTUM 5/2006)

Download: "Gott persönlich kennen lernen" (pdf)
http://flingk.com/15f640x2

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~nora~
"Ich singe dir mit Herz und Mund,
Herr, meines Herzens Lust;
ich sing und mach auf Erden kund,
was mir von dir bewußt
(..)" v. Paul Gerhardt
Galater 5,1: "Für die Freiheit hat uns Christus befreit; so stehet nun fest und lasset euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen!"
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